Ein Erstgespräch zur Integration einer Schaltanlage in Ihr industrielles Eigenstromnetz erfordert mehr als nur eine grobe Idee. Wer konkrete Unterlagen und Kennzahlen mitbringt, spart Zeit und erhält eine belastbare Einschätzung noch am selben Tag.
Die erste Konsultation bei s.i.n.a.i.e.l.e.c.t. dient dazu, Ihr Vorhaben technisch und regulatorisch einzuordnen. Ohne eine strukturierte Vorlage müssen wir oft nachfragen – das kostet Zeit und führt zu ungenauen Kostenschätzungen. Mit den richtigen Informationen können wir dagegen innerhalb von 90 Minuten eine erste Machbarkeitsaussage treffen.
In den letzten zwölf Monaten haben wir 47 Erstgespräche geführt. Bei den Projekten, die später tatsächlich umgesetzt wurden, hatten die Verantwortlichen im Schnitt fünf konkrete Dokumente oder Datenpunkte parat. Bei den Gesprächen ohne Folgeauftrag fehlte meist die Angabe der vorhandenen Netzform oder der geplanten Anschlussleistung.
Ein aktueller Lageplan der Halle oder des Gebäudes mit Maßen und Position der bestehenden Einspeisung. Reichen Sie uns eine einfache Skizze, wenn kein digitaler Plan vorliegt – wir arbeiten auch mit Handzeichnungen, solange die Abstände stimmen.
Die technischen Datenblätter aller Maschinen, die an die neue Schaltanlage angeschlossen werden sollen. Besonders relevant sind Nennstrom, Einschaltstrom und Angaben zur Frequenzumrichtertechnik. Fehlen diese Werte, können wir die Schutzkoordination nicht normgerecht auslegen.
Eine Aufstellung der vorhandenen und geplanten Sicherungstypen (Schmelzsicherungen, Leitungsschutzschalter, Leistungsschalter) sowie die Angabe des Kurzschlussstroms am Verknüpfungspunkt. Diese Zahl erhalten Sie von Ihrem Verteilnetzbetreiber auf Anfrage innerhalb von zwei Wochen.
Die letzte Prüfbescheinigung nach VDE 0105 oder BetrSichV für die bestehende Anlage. Falls keine vorliegt, notieren Sie das Datum der letzten Wartung und den Umfang der durchgeführten Arbeiten.
Eine Liste aller relevanten Normen, die Sie einhalten müssen. Häufig sind das VDE-AR-N 4100, VDE 0100 und VDE 0113. Wenn Sie unsicher sind, nennen Sie uns die Branche und die Art der Produktion – wir ordnen die Normen dann zu.
Die Kontaktdaten Ihres zuständigen Netzbetreibers und eine kurze Notiz, ob bereits ein Netzanschlussvertrag nach § 49 EnWG besteht. Ohne diese Angabe können wir die Zertifizierung nicht planen.
Wir prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit und bewerten, ob Ihr Vorhaben mit den geltenden VDE-Richtlinien und dem EnWG vereinbar ist. Anschließend skizzieren wir den Ablauf der nächsten Schritte: von der Detailplanung über die Montage bis zur Abnahme durch eine zugelassene Prüfstelle.
Falls Sie noch keine konkreten Maschinendaten haben, vereinbaren wir einen Vor-Ort-Termin, bei dem wir die Werte selbst aufnehmen. Das kostet einen zusätzlichen halben Tag, liefert aber eine belastbare Grundlage für das Angebot.
Nach dem Gespräch erhalten Sie eine schriftliche Zusammenfassung mit einer ersten Einschätzung der Kostenordnung und des Zeitrahmens. Die finale Offerte folgt innerhalb von fünf Werktagen, sofern alle benötigten Daten vorliegen.